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Bedingungsloses Grundeinkommen

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Ein Gedankenexperiment

Gedankenexperimente haben den Vorteil, dass sie kein Geld kosten und alle Zutaten vorhanden sind. Fangen wir an: Unsere Güter und Leistungen werden immer produktiver immer mehr automatisch hergestellt oder erbracht. Nehmen wir einmal an, alle Güter und Leistungen würden vollautomatisch (von Maschinen und Robotern) bereitgestellt sein. (Mindestens im Gedankenexperiment geht das). Wie würden wir die vielen Güter und Leistungen jetzt unter die Menschen aufteilen? Niemand kann einer Erwerbsarbeit nachgehen – alles entsteht ja vollautomatisch! Welchen Verteilungsmechanismus sollten wir sinnvollerweise wählen, um zu einer allseits akzeptierten (ich sage bewusst nicht “gerechten” – ich kann nämlich nicht erklären, was das ist- ich habe nur ein Gefühl für “gerecht”) Teilhabe zu gelangen? Denken wir doch einmal darüber nach, welcher Verteilungsmechanismus uns gefallen würde, wenn die Möglichkeit der Ausübung von Erwerbsarbeit immer geringer würde – “würde”? – das wird sie doch schon laufend. Und was würden wir statt dessen tun, wenn wir keine Erwerbsarbeit mehr hätten? Wären wir alle faul? Würden wir wirklich nichts tun wollen, nur Party machen? Würden wir das wirklich wollen?

Bedingungsloses Grundeinkommen

Zur Existenzsicherung (dass jeder ein Recht hat zu leben, steht außer Frage) gehört neben einem nachhaltigen Geldsystem u.a. auch ein Geldeinkommen. Unser Wirtschaftssystem ist (nicht zuletzt auch wegen der Funktionalität unserer existierenden Geldsystems) darauf ausgelegt, die Menschen zu etwas zu zwingen, was sie oft gar nicht tun wollen. Die Zwänge, die durch das Zinssystems für neu geschöpftes Geld entstehen, sind in einer gewissen Form von Sklaverei nicht ganz unähnlich. Es fängt mit der Überziehung des Girokontos an, geht über den persönlichen Kleinkredit (PKK), die Haus- oder Wohnungsfinanzierung (mit oft falschen Versprechen der Sorgenfreiheit “nie wieder Miete zahlen” zu müssen) und endet häufig mit der Überschulung (dann ist das Haus weg, aber Schulden bleiben. Nur das mit der Miete hat dann gestimmt – wer Hartz IV (furchtbares Wort für Sozialhilfe) bezieht, dem wird die Miete bezahlt – nun , ja für eine sehr bescheidene Unterkunft).

Empfehlenswert, um sich schnell über die die Chancen und Möglichkeiten des Bedingungslosen Grundeinkommens zu informieren, finde ich diese beiden Filme:

Das gegenwärtige System sorgt dafür, dass die Menschen (systembedingt) in Abhängigkeit geraten und Abhängigkeit ist eine Form von Unfreiheit (Es gibt Stimmen, die sprechen in diesem Zusammenhang von offenem Vollzug). Nahezu immer mündet die (systembedingte) Geldknappheit darin, dass die meisten Menschen, die der Erwerbsarbeit nachgehen, einen Erwerbsplatz besitzen, weil sie das Geld ganz dringend brauchen, weil der Absturz ins Bodenlose droht. Aber sie haben (nicht so oft) einen Arbeitsplatz mittels dessen sie eine Tätigkeit verrichten, die sie gerne tun, wo sie mit dem Herzen dabei sind, sich deswegen auch richtig engagieren und deshalb auch Überdurchschnittliches leisten.

Wäre es nicht großartig, wenn wir (nahezu) nur zufriedene Menschen vorfänden, die ihre Arbeit richtig gerne tun, mit Freude aufstehen, sich weiterbilden, ständig ihre Geschicklichkeit und Qualifikation verbessern und Hervorragendes leisten? Wenn man sich wirklich aussuchen könnte, was man tun möchte, wenn man nicht Angst haben müsste, in Bodenlose zu fallen, weil man etwas wagt – die Tätigkeit wechseln, eine Weiterbildung beginnen, sich selbständig machen… könnte das nicht zu viel mehr Engagement, Kreativität, Produktivität – mehr Leistung und Wachstum (aber Wachstum an Glück!) führen? Würden dann nicht vielleicht viele Erkrankungen zurückgehen? Es gibt eine Vielzahl von guten Aussichten, wenn man nicht ins Bodenlose fallen könnte, weil man etwas wagt.

Für diese Anforderungen gibt es aus meiner Sicht eine einfache Lösung: Ein Grundeinkommen – möglicherweise ein bindungsloses. Darüber muss man nachdenken… ob es funktionieren kann (ich glaube ja, ich glaube sogar ein bedingungsloses Grundeinkommen – aber Glauben reicht nicht, man muss es mindesten gut begründen, besser sogar nachweisen), wie man es umsetzen könnte, wie hoch es sein sollte, … oder ob man den Gedanken verwerfen muss. Deshalb muss man sich damit auseinandersetzen.

Beispiele für Engagements

Jedes dieser Beispiele ist ein Indiz dafür, dass ein Grundeinkommen, möglicherweise bedingungslos, funktionieren könnte.

  • Im Spiegel 2012/18 Seite 50 fand ich unter der Überschrift Befreit aus der Verbannung Ansturm auf Bundesfreiwilligendienst einen Artikel, der m.E. exemplarisch beschreibt, dass Menschen danach streben, nützliche Mitglieder der Gesellschaft zu sein.

Literaturhinweise

Pro

Contra

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